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Austellung / Johannis-Freimaurerloge Broich e.V.


​​Johannis-Freimaurerloge Broich e.V.

gegründet am 10 März 1839 • Großloge A F u.A M v 0

Mitglied der Vereinigten Großlogen von Deutschland e V. Matrikelnummer 327

Mülheim -R. , den 13.04.1997

Meine Damen, meine Herren, verehrte Gäste, gestatten Sie, daß ich mich vorstelle.

Mein Name ist Ingo Heeß und ich bin der Vorsitzende der Freimaurerloge Broich.

Wir freuen uns ganz besonders, daß wir Sie hier so zahlreich in unseren Räumen begrüßen können,
desweiteren über die Möglichkeit im Räuhmen dieser Ausstellung und der Eröffnungsfeier,
Mülheimer Künstlern die Gelegenheit zu geben, sich vorzustellen.

Zum Auftakt spielen Frau Melanie Wegemenn und Frau Heike Schlächter Flöte.

Im Anschluß daran werde ich versuchen Uber dos Leben und Wirken
von Herrn Friedhelra 0. Brandt einige erklärende Worte zu finden.

Die Versammlungen finden statt im Logenhaus • Friedrichstraße 38 • 4330 Mülheim a d Ruh* • Telefon: 0206/390161
Bankverbindung: Commerzbank. AG Mülheim a.d. Ruhr (BLZ 36240045) Konto 76631 31

Strukturlandschafton Ist der Titel unserer heutigen Ausstellung von Friedhelm 0. Brandt.

Zu seiner Person:

am 15.06.1952 in Ratzeburg geboren, ging er hier in Mülheim-R. zur Schule und erhielt eine Ausbildung als Gas- und Heizungsinstallateur. Als Autodidakt verzichtete er bewußt auf eine Ausbildung an einer Kunsthochschule, um wie er sagt, frei zu bleiben von allen Vorbildern, kunsttheoretischen oder stilistischen Einflüssen. Seit einigen Jahren ist F.O. Brandt aus dem Kulturgeschehen der Stadt Mülheim nicht mehr fortzu­denken und sein Atelier ia Schloß Styrum ist ein beredendes Zeugnis seines künstlerischen Arrangements.

Sein experimentelles Schaffen begann in jungen Jahren mit Bleistiftzeichnungen, die so detailliert in Form und Flächen eng aneinander gelegt sind, daß sie vor den Augen zu ver­schwimmen drohen.

Seit 1971 malt er Strukturlandschaften. Es sind Motive der Natur entnommen und in grafischen Mustern umgesetzt, die im Laufe seiner persönlichen Entwicklung immer filigraner und komplexer wurden. Das Konzept ist teilweise oder ganz intuitiv. Das Experimentierstadium hört nie auf und die Ideen werden nie ausgehen, solange es die Natur und das Leben gibt. Fantasie und Intention, das alles zusammen bringt immer neue Kreationen hervor.

Um alles dieses zu schaffen, versinkt Brandt in Musik, in Form, in Welt, im Sein.

Das Gefühl lebt im Bild.


Friedhelm 0. Brandt begründet seine Grafiken so: alles in der Natur ist auf Maserung dem genetischen Finger­abdruck eines jeden Materials aufgebaut. All diese Abdrücke, ob Stein, Marmor, Blätter, Bäume faszinieren mich.

Eine göttliche Natur. So ist auch Gott ein Künstler und nicht nur der vom ihm geschaffene ausführende Mensch. Man muß daher an die Strukturen herangehen, will man sie individuell erkennen. Sie vermitteln mir viele Empfindungen, unterstreichen meine Vorliebe für Fantasie. Das ist für mich malen im Sein.

Hierbei verwendet er die von ihm entwickelte Wendetechnik, die es durch drehen der Unterlage ermöglicht, geschwungene Linien parallel zur alten in gestalterischen Form über die Vorlage fließen zu lassen.

So entstehen diese mit Bleistift, Wachs, Plakat- und Acryl­farben geschaffenen Kompositionen aus Schraffuren, eng­maschigen Netzen, kleinsten Kreisen, im Mikro- und Makrokosmos, sich mal erweiternd oder zusammenziehend, mal bunt, mal einfarbig.
Die Grundmuster bleiben dem oberflächlichen Betrachter verborgen. Erst das konzentrierte Auge erkennt die Verknüpfungen und die Ordnungsprinzipien. Immer neue Details in bildlicher Harmonie tauchen auf. Die feingliedrigen Zellsysteme der Naturstrukturen folgen in seinen Bildern einer Gesetzmäßigkeit, die in der Veränderung der künstlerischen Freiheit alle Formen zulassen, sie aber nie aus dem Zusammenhang entläßt.


In all dieser Formgebung tauchen zunehmend Symbole, Zeichen,
Gestalten und Figuren auf. Sie reflektieren den Slnnzusamnenhang in Form und Farbe auf einer anderen Fabene.

Sie öffnen den Blick in eine neue Dimension, die uns der Künstler sicher besser erklären kann,
denn das Schwerpunktthema unserer Ausstellung heißt: d a s Z e i t m ä r c h e n!

Eine Anmerkung zum Schluß:
ob man auf die Bilder von Friedhelm 0. Brandt zugeht oder
aus der Distanz betrachtet, eins ist gewiß, man muß sich Zeit nehmen um sie zu erforschen.

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